Der Diary Slam im Goldbekhaus war ein humorvoller Ritt durch vier Jahrzehnte Tagebuchkultur.
Den Start machte Nadine, die von ihrer Fasnachtspartywoche aus dem Jahr 1999, erzählte. Die damals 16jährige schrieb: “ Fasnacht war schon geil, aber ich habe mehr erwartet. [..] Ich krieg schon noch´n Freund.“
Danach kam Kerstin auf die Bühne, die ua. aus einem Mordillo-Tagebuch vorlas. In den 90er Jahren stritt sie sich mit ihren Eltern und ihre Mutter warf ihr „die Pubertät“ vor. Doch Kerstin schrieb: „Mama macht es sich zu einfach“.
Talia entführte uns ins Jahr 2009, in dem sie einen neuen eigenen Laptop bekam. Ihr sogenannter „Maddilabbi“ war einige Tage von morgens bis abends ständig an ihrer Seite. Nach einer Auszeit vom Laptop und „in die Natur gehen“, beherrschten aber Sätze wie „Ich warte auf W-Lan“ immer noch ihren Tagesbablauf und fanden Einzug ins Tagebuch.
Anja erzählte von ihrer Liebe zu Georg, Ende der 1970er Jahre, der am Anfang nur zart ihre Finger berührte und sie süß ansah. Doch am Ende gab es tatsächlich einen „halben Zungenschlag“ von ihm.
Tobi, der im Jahr 2001 Tagebuch schrieb, führte Hitlisten von Mädchen, die je nach Tagesform auf oder abstiegen. Dabei waren Mädchen, von denen er aber nicht mal den Namen wusste, aber deren Schulranzenfarbe.
In einem spannenden Stechen zwischen Tobi und Anja konnte sich Anja am Ende als Diary Slam Champion Februar durchsetzen und sich ein neues Tagebuch aussuchen. Einen herzlichen Dank für diesen tollen Abend an die fünf Vorleser*innen, das wunderbare Publikum, der fabelhaften Jury, unser charmanten Moderator Sven und das Goldbekhaus!