„Zu süß für diese Welt“

„Zu süß für diese Welt“

Der 75. Diary Slam, souverän moderiert von Sven Onken, war ein kleines Jubiläum und ein großer Abend zugleich: Zum Auftakt las Ella aus ihrem Tagebuch, in dem sie sich als 11-Jährige vor allem für gutes Aussehen interessierte – insbesondere ihr eigenes: „Ich glaube, ich sehe verdammt gut aus“ jubilierte sie und pries ihren „modernen langen Hals“.

Sonja hingegen ärgerte sich in ihren Tagebuchergüssen über unnötige Geschlechtertrennung in den 80er Jahren: „Beim Klassentreffen standen die Jungs rechts, die Mädchen links. Und wenn ich mal zu den Jungs rüberging, galt ich gleich als Nutte.“

Josie durfte als 15-jähriger Berliner Backfisch ihren Hamburger Schwarm nur besuchen, wenn sie nach dem Willen ihres Vaters „fünf Einsen hintereinander schrieb“. Das gelang ihr, dennoch geißelte sie sich selbst als „faules Stück Dreck“.

Raphael zeigte, was es bedeutet, in der tiefsten österreichischen Provinz aufzuwachsen: „Mutter zwingt mich zur Kirchenchorprobe. Scheiß-Abhängigkeit!“ Außerdem gab er tiefe Einblicke in die Sorgen eines heranwachsenden Mannes: „Verdammt, mir ist mein Rasierpinsel ins Klo gefallen!“

In einem spannenden Stechen zwischen Josie und Ella konnte schließlich letztere mit einem schweißnassen, barbusigen Sauna-Tagebucheintrag den Slam-Champion-Titel ergattern. Glückwunsch und dank an alle!

Achtung: Im September muss der Diary Slam leider ausfallen.