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„Wenn er mal Schluß macht, will ich geistlich vorbereitet sein“

„Wenn er mal Schluß macht, will ich geistlich vorbereitet sein“

Welch´ schöner Oktober Diary Slam im Grünen Jäger.

Zu Beginn las Nadine aus ihrem Tagebuch, in dem sie permanent darüber wehklagte, mit 16 immer noch solo zu sein: „Ich hasse … nein, ich weiß nicht wen, mich selber vermutlich, weil ich zu dumm bin, einen Freund zu finden“, ehe sie ein „fuck you all“ an alle männlichen Wesen nachschob.

Chris las von jenem Aha-Moment, als ihr mit 21 Jahren während eines Selbstverteidigungs-Seminars aufging, lesbisch zu sein. Und sich zwischendurch immer wieder mit Selbstzweifeln abplagte: „Manchmal möchte ich einfach die Fresse halten, für immer.“

Christin nahm das lachfreudige Publikum mit in den „Güllegürtel“ im Oldenburger Land, wo sie mit 15 Jahren zahllose bierselige „saugeile Orgien“ durchlebte und alle paar Tage einen neuen Boyfriend hatte. Dann aber auch mal eine Woche lang nicht, „weil ich echt mal ne Pause brauchte“.

Dorothea verzauberte das Publikum mit einer herrlichen „Bucket List“, die sie mit 15 Jahren schrieb. Darunter die To-do-Punkte „meine Brüste auf der Straße zeigen“ und „sexy eine Sache aufheben“.

Am Ende gewann Christin im spannenden Stechen gegen Chri). Glückwunsch und Danke an alle Beteiligten!

11.11.2026: Deutschland – Österreich: Der länderübergreifende DIARY SLAM

11.11.2026: Deutschland – Österreich: Der länderübergreifende DIARY SLAM

Das Hamburger Diary-Slam-Urgestein bekommt österreichischen Besuch! Zwei deutsche Diary-Slam-Größen treffen auf Diana und Mia aus Österreich und nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Vergangenheit.
Seit 2013 gibt es den erfolgreichen österreichischen Tagebuch Slam in Wien und anderen Bundesländern. Durch eine fünfteilige Sendung im ORF wurde das Format auch über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt.
Freut euch auf einen unterhaltsamen Abend voller großer Gefühle und Nostalgie mit Tagebüchern aus Österreich und Deutschland!
Durch den Slam führt unsere norddeutsche Moderationsikone Sven Onken.

139. Diary Slam: Deutschland-Österreich, 11. November 2026 um 20 Uhr im Grünen Jäger, St. Pauli
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 12,- Euro zzgl. Gebühren | Falls es Restkarten gibt, können diese an der Abendkasse erworben werden.

Hallo liebes Tagebuch. Leider schreibe ich nicht so oft hier rein, aber du kennst mich ja.

Hallo liebes Tagebuch. Leider schreibe ich nicht so oft hier rein, aber du kennst mich ja.

Was für ein Abend bei der Langen Nacht der Literatur 2026 im Goldbekhaus: Draußen ungemütliches Regenwetter, drinnen herzerwärmende Geschichten über die erste Liebe, jugendliche Abendgestaltung und kindliche Gedanken rund um die Pubertät.

Zum Aufwärmen las Nadine, außer Konkurrenz, einen Eintrag aus dem Jahr 1998 bei dem sie als sechzehnjährige an einem Samstagabend von einem Dorffest zur nächsten Party getrampt ist. Nur um festzustellen: „Da waren nur so 30jährige.“

Danach kam Sigrid auf die Bühne, die von ihrer unglücklichen Beziehung in den 1970er Jahren zu Henner vorlas. Sie hatte den Kerl lediglich gern, war aber nicht ansatzweise in ihn verliebt und resümierte in ihrem Tagebuch: „Der liebe Gott hat nicht nur gute Menschen gemacht, auch schlechte. Und ich gehöre zu den Schlechten.“

Kira, extra aus Berlin angereist, wo sie sonst die Bühne von unserem Diary Slam-Kollegen Kay rockt, las aus den 2010er Jahren vor: „Ich würde mich sofort in ihn verlieben, hätte er nicht eine Freundin“

Svenja kam auf die Bühne und nahm uns mit ins Jahr 1982, in dem sie die Tanzschule besuchte. Ihr Tanzpartner und heimlicher Schwarm hatte jedoch Einstichlöcher an den Armbeugen, so dass sie sich allerhand Gedanken dazu machte – hatte sie doch die „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gelesen, und damals noch nichts von Desensibilisierung gewusst.

Danach las Clara aus dem Jahr 1993 vor. Als 9jähriges Kind vertraute sie ihrem Tagebuch allerlei Probleme an – auch das von einem Jungen, der ein „schlechtes Elternhaus“ besaß und sie mit Kastanien bewarf.

Im Stechen zwischen Kira und Clara konnte sich letztere mit ihrer Geschichte, über den Beginn der Pubertät durchsetzen.
Danke auch an unseren wunderbaren Moderator Sven, die sechsköpfige Jury und das tolle Publikum!

Diary Slam zur 13. Langen Nacht der Literatur

Diary Slam zur 13. Langen Nacht der Literatur

Das Tagebuch muss raus aus der Schublade, rein ins Rampenlicht! Denn es hat alles, was ein guter Text braucht: Held*innen und Antiheld*innen, wüste Plots und steile Pointen, Bösewichte und Sündenböcke, Liebesdramen, Tragödien, Happy Ends und jede Menge Identifikationspotenzial. Der Diary Slam bietet alten Tagebüchern eine Bühne, denn dort lesen Menschen öffentlich aus ihren jugendlichen Aufzeichnungen vor und versetzen das Publikum zurück in die Vergangenheit.

Moderation: Sven Onken

Der 137. Diary Slam findet im Rahmen der Langen Nacht der Literatur am 05. September 2026 im Goldbekhaus, Winterhude statt.
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr,
Eintritt: Vorverkauf 12,- Euro zzgl. Gebühren | keine Abendkasse

Weitere Informationen zum Programm der Langen Nacht der Literatur findet ihr hier.

„… denn für mich warst du der Champignon“

„… denn für mich warst du der Champignon“

Bei unserem 136. Diary Slam im Grünen Jäger drehte sich alles um die erste Liebe.
Nadine machte den Anfang und nahm uns mit ins Jahr 1998, wo sie nicht nur ihre Mittlere Reife abschloss (Motto: „Ich habe fertig.“), sondern auch ihren Schwarm einen Abend lang küsste. Doch dieser erwiderte ihre Liebe nach diesem Abend nicht. „Ich habe das Foto aus meinem Geldbeutel geholt, und wollte alles verbrennen. Doch ich hab´s nicht über Herz gebracht.“

Danach trat Josie auf die Bühne, die von ihrer Liebesgeschichte rund um Hermon erzählte. Von Berlin aus himmelte die dreizehnjährige Josie ihren Hamburger Schwarm an und listete in ihrem Tagebuch seine schlechten Eigenschaften auf: „zu süß für diese Welt“ – dies war dann allerdings die einzige, die sie aufzählte. 🥰
Außerdem feierte Josie ihr 10jähriges Jubiläum beim Diary Slam. 2016 las sie zum ersten Mal ihre Erlebnisse vor. Danke dir für deine Treue!

Ella kam als nächstes auf die Bühne und las aus ihren Tagebucheinträgen aus dem Jahr 1994 und ihrem Ferienschwarm vor: „ROBERTO BAGGIOI. Libero ItalioI. In dieser WM hat er bis zum F. 5 Tore erzielt.“

Larissa las aus ihre Tagebuch aus den 80er vor, bei dem sie sich zwischen zwei Schwärmen nicht entscheiden konnte: „1000 Bussis an Tim, 1001 Bussis an Alex!“, war aber beim ersten Date dann doch eher schüchtern: „Ich weiß nicht mal, wie ich ein Bananenmilchshake trinken soll.“

In einem spannenden Stechen zwischen Larissa und Ella konnte sich letztere mit ihrem Früchtchen-Gedicht den Diary Slam-Titel sichern.
Herzlichen Dank auch an unseren wunderbaren Moderator, der mit charmanten Fragen rund ums Tagebuch zahlreiche Notizbücher zum 15jährigen Diary Slam-Jubiläum im Publikum verteilte.

„Wie schön, dass ich mit 13 Jahren schon die große Liebe gefunden habe!“

„Wie schön, dass ich mit 13 Jahren schon die große Liebe gefunden habe!“

Unser Diary Slam im Grünen Jäger war ein wunderbarer Ritt durch drei Jahrzehnte Tagebuchschreibens.

Den Anfang machte Ella, die in ihrem Tagebuch jubilierte: „Wie schön, dass ich mit 13 Jahren schon die große Liebe gefunden habe!“ Die natürlich doch nicht lange hielt, weshalb sie im Laufe ihrer Jugend ein ganzes Buch namens „Ellas geile Typen“ vollschreiben konnte, das sie in der Veranstaltungspause zum Durchblättern herumreichte.

Vorleser Mikko war extra aus dem fernen Norwegen angereist, um seine emotionalen Kellerfunde zu präsentieren. Mikko nahm die Zuschauer*innen mit auf eine Familienreise nach Dänemark, wo ein geheimnisvoller „Schneckenjunge“ in den Dünen herumlief und Schnecken genüsslich zertrat.

Danach kam Nadine auf die Bühne, die von wilden Fasnachtspartys in der badischen Provinz erzählte, bei denen sie immer Ausschau nach einem „süßen Typen“ mit dem Spitznamen „Mütze“ hielt, und wo wie wild „Freestyle“ getanzt wurde. Um dem Publikum „Freestyle“ zu erklären, wurde die Bühne kurzerhand in eine Tanzfläche verwandelt. Danke an die mutige Gästin aus dem Publikum, die die Schrittfolge zur Veranschaulichung mittanzte!

Yvonne las aus ihrem Tagebuch mit dem Namen „Private Emotions“ Anfang der 2000er Jahre vor. Auf einer Geburtstagsparty lernte sie einen Jungen kennen, mit dem sie via Mail in Kontakt blieb: „Achja, ich hab ihm dann noch meine Mail-Addy gegeben (Ich hab gefragt), er hat sie im Handy drin =) *freu* =)“ Im Gegenzug erhielt sie seine Mailadresse: dorftrottel@…de

Im Stechen landeten Nadine und Mikko, der sich mit einer Entschuldigungsarie an seine Mutter gegen Nadines letzte Worte – an ihr Tagebuch gerichtet – am Ende durchsetzte. Danke an Sven Onken für die wunderbare Moderation, den Grünen Jäger für die Location, sowie an Gäste und Vorleser*innen für diesen wunderbaren Abend und die Einblicke in eure Jugendzeiten! Vorleser*innen für den Diary Slam am 1. Juli 2026 melden sich gerne via DM.

Neues Buch von Diary Slam-Mitbegründerin Nadine Wedel

Neues Buch von Diary Slam-Mitbegründerin Nadine Wedel

Diary-Slam-Mitbegründerin Nadine Wedel hat ein neues Buch veröffentlicht. Das „Bildwörterbuch Korea“ ist für alle, die einen ersten Einstieg in die koreanische Kultur und Sprache suchen.

Bildwörterbuch Korea
Bildwörterbuch Korea

Für alle, die koreanisch lernen möchten. Mit zahlreichen Illustrationen über die koreanische Kultur von der Illustratorin Mihwa Kim.

Mehr Informationen unter www.eomsori.de

„… und denk an den Bengel, der dir das hier schrieb!“

„… und denk an den Bengel, der dir das hier schrieb!“

Der Diary Slam zu Gast in der Remise im Marstall Ahrensburg. Welch schöner Abend, vor einem tollen Publikum!

Den Anfang machte Nadine außer Konkurrenz, die 1998 den „Geburtstag“ ihres Tagebuchs feierte: „Happy ½ Jahr!“

Luise hatte für ihr Tagebuchständig wechselnde Anrede-Formeln wie „Hey Tagi“, „Hallo Tage“ oder „Hi Tagchen“. Sie erzählte ihrem „Tagi“ von einem romantischen Highligh: Dem Füllerkappen-Tausch mit ihrem Schwarm.

Catharina nahm uns mit in die 2000er Jahre, in dem sie in einem Ahrensburger Clubs abstürzte, und danach einen Typ an der Backe hatte, obwohl sie doch vor ihrem Auslandsjahr keine Beziehung mehr haben wollte.

Svenja erzählte uns von ihrem Italienurlaub in den 1980er Jahren. Dort konnte sie aber nur an ihren Schulschwarm denken, was sie auch im Tagebuch für immer festhielt: „Ich think jeden day an Sevi”. Wieder zu Hause beim Klassenfest „flippte“ sie mit „Ingo rum“.

Im Stechen lasen Luise, Catharina und Svenja jeweils noch einen kleine Geschichte vor. Am Ende konnte sich Svenja mit einem Einblick in ihr Poesielalbum als erste Ahrensburger Diary Slam Gewinnerin durchsetzen. Als Dank gab es für alle ein nigelnagelneues Tagebuch mit viel Platz für weiter Einträge.

„Ich hasse Tagebuchschreiben, aber ich fange mal wieder an.“

„Ich hasse Tagebuchschreiben, aber ich fange mal wieder an.“

Der Diary Slam im Goldbekhaus war ein humorvoller Ritt durch vier Jahrzehnte Tagebuchkultur.

Den Start machte Nadine, die von ihrer Fasnachtspartywoche aus dem Jahr 1999, erzählte. Die damals 16jährige schrieb: “ Fasnacht war schon geil, aber ich  habe mehr erwartet. [..] Ich krieg schon noch´n Freund.“

Danach kam Kerstin auf die Bühne, die ua. aus einem Mordillo-Tagebuch vorlas. In den 90er Jahren stritt sie sich mit ihren Eltern und ihre Mutter warf ihr „die Pubertät“ vor. Doch Kerstin schrieb: „Mama macht es sich zu einfach“.

Talia entführte uns ins Jahr 2009, in dem sie einen neuen eigenen Laptop bekam. Ihr sogenannter „Maddilabbi“ war einige Tage von morgens bis abends ständig an ihrer Seite. Nach einer Auszeit vom Laptop und „in die Natur gehen“, beherrschten aber Sätze wie „Ich warte auf W-Lan“ immer noch ihren Tagesbablauf und fanden Einzug ins Tagebuch.

Anja erzählte von ihrer Liebe zu Georg, Ende der 1970er Jahre, der am Anfang nur zart ihre Finger berührte und sie süß ansah. Doch am Ende gab es tatsächlich einen „halben Zungenschlag“ von ihm.

Tobi, der im Jahr 2001 Tagebuch schrieb, führte Hitlisten von Mädchen, die je nach Tagesform auf oder abstiegen. Dabei waren Mädchen, von denen er aber nicht mal den Namen wusste, aber deren Schulranzenfarbe.

In einem spannenden Stechen zwischen Tobi und Anja konnte sich Anja am Ende als Diary Slam Champion Februar durchsetzen und sich ein neues Tagebuch aussuchen. Einen herzlichen Dank für diesen tollen Abend an die fünf Vorleser*innen, das wunderbare Publikum, der fabelhaften Jury, unser charmanten Moderator Sven und das Goldbekhaus!

„Ich hoffe, ich komme bald zu meiner Dauerwelle.“

„Ich hoffe, ich komme bald zu meiner Dauerwelle.“

Unser Januar Diary Slam im Grünen Jäger, war gleich für drei Vorleserinn eine Premiere: Das erste Mal bei einem Diary Slam und dann gleich lesend auf unserer Bühne.

Ella, als alte Diary Slam-Häsin, las aus ihrem wilden Sommer Anfang der 1990er Jahre vor, den sie eigentlich mit Réne Kübel verbrachte, wäre da nicht die Kirchenfreizeit gewesen und ein Junge namens Boggy.

Irena las aus ihrer China-Kladde aus den 1980er Jahren vor. Ihre Liebe zu Jölle endete abrupt und sie beschwerte sich „seinetwegen habe ich 10 Seiten in diesem Buch verbraucht und verträumt durch die Gegend geguckt“.

Svenja machte Anfang der 1980er Jahren Urlaub in Italien und konnte dabei nur an ihren Schulschwarm denken, was sie auch im Tagebuch für immer festhielt: „Ich think jeden day an Sevi”. Wieder zu Hause beim Klassenfest „flippte“ sie mit „Ingo rum“.

Auch mit Claudia tauchten wir ins Jahr 1984 und tief in ihre Tagebuchtexte ein. „Ich bin in Patrick Duffy verliebt“ oder „Ich hoffe, ich komme bald zu meiner Dauerwelle“ waren Tagebuchperlen aus der Zeit.

Am Ende kamen Ella und Claudia ins Stechen, bei dem sich letztendlich Claudia durchsetzen konnte. Herzlichen Glückwunsch an Claudia und ein großes Dankeschön an alle mutigen neuen Vorleserinnen, die sympathische Jury, das fabelhafte Publikum und unseren Moderator Sven für den wunderbaren Abend!