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„Ich wäre gern so cool wie meine Mama“

„Ich wäre gern so cool wie meine Mama“

Der 72. Diary Slam, moderiert von Sven Onken, war wieder ein Feuerwerk an Emotionen und kollektiven Flashbacks in die eigene Jugend:
Stina las aus ihrem Tagebuch aus dem Jahr 2005, in dem mindesten 25 Mal der Satz „I love you, Torben“ fiel, mit dem sie gern „Wahrheit oder Pflicht“ spielte – am liebsten zu zweit.
Jiyan zeigte sich schon im Alter von 8 Jahren sehr selbstbewusst. Ihr Nachbericht zur Klassenarbeit: „Ich hatte eine 2 +. Hallo?! Ich habe immer eine 1! Meine beste Freundin hatte eine 3. Da ging es mir besser.“
Lena seufzte in ihr Tagebuch über ihren Schwarm: „Milli liebt er zu 89% und mich nur zu 85%!“ Während Sonja das Publikum in die Achtzigerjahre mitnahm, auf ihre erste eigene Fete zum 15. Geburtstag. Der Höhepunkt: Ein Zungenkuss mit Olaf, ehe dieser sternhagelvoll vom Balkon auf die Terrasse der Nachbarin kotzte.
Im hochkarätigen Stechen zwischen Stina und Sonja konnte sich letztere, in Hamburg-Poppenbüttel aufgewachsen, mit einer fulminanten Altona-Passage („Die ganzen verkommenen Menschen da! Nur Punker und Bettler!“) als Siegerin durchsetzen. Glückwunsch und 1000 Dank an alle!

Diary Slam im Mai

Diary Slam im Mai

Eure Tagebücher, Liebesbriefe, Songtexte oder Freundschaftsbücherr fristen ein trauriges Dasein in euren Schubladen? Damit kann Schluß sein, denn wir bieten den pubertären Zeilen eine Bühne.
Bei unserem Diary Slam lesen wildfremde Menschen dem Publikum ihre längst vergangenen Erlebnisse aus Jugendzeiten vor. Kommt vorbei, um in der Vergangenheit zu schwelgen!

Eintritt: 5,- € (nur Abendkasse)
Einlass ab 19.30 Uhr – frühes Kommen für Sitzplätze ist empfohlen. Los geht´s um 20.30 Uhr.
Grüner Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20357 Hamburg

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Meldet euch bei Interesse am Vorlesen unter mail@diaryslam.de

„Ich brauche Erfahrung, verdammt!“

„Ich brauche Erfahrung, verdammt!“

Beim 71. Diary Slam las zum Auftakt Bettina aus ihrem Traumtagebuch, voller mysteriöser Männer, Treppenstürzen und Pferden, die plötzlich unter ihrer Bettdecke lagen.
Jiyan vertraute ihrem Tagebuch an, sie wolle sich ein Tattoo stechen lassen. Zwar sei sie erst elf, „aber illegal geht es immer irgendwo“.
Mina zeigte, wie in den 90ern wahre Profi-Liebesbriefe begannen: „Na, alles fit im Schritt?“ Noch lieber schrieb sie nur ihrem Schwarm Kim Frank, dem Sänger von „Echt“: „Nur mit dir kann ich über Probleme reden.“
Sarah präsentierte sich als Pionierin der Blind Dates, die sie bereits 2002 in Chatrooms verabredete, sich meist jedoch als Enttäuschung entpuppten: „Er hat mich zugetextet mit irgendwas von Kohlenhydraten in Süßigkeiten. Scheiße, den muss ich abwimmeln!“
Im hochkarätigen Stechen zwischen Mina und Sarah – wie immer zauberhaft moderiert von Sven Onken – ging Sarah schließlich als „Diary Slam Champion März 2018“ nach Hause. Glückwunsch! Und dank an alle!

„Die Jungs, die werden immer krasser“

„Die Jungs, die werden immer krasser“

Zu Beginn des 70. Diary Slams entführte Sonja das Publikum in die  Achtzigerjahre, in denen sie einen Poncho mit dem Schriftzug „Top Gun“  strickte und nach Liebeskummer ins Tagebuch schrieb: „Ich ging 5 % weniger fröhlich nach Hause.“
Sylwia las eine erotische Liebesgeschichte aus späten Teenagertagen, die mit den Worten endete: „Doch leider habe ich es nie so erlebt.“
Josie präsentierte einen Strauß als Kind verfasster Gedichte: „Die Mädchen trinken kaltes Wasser / die Jungs, die werden immer krasser“, sowie juvenil-melancholische Verse mit Titeln wie „Alone on Valentine’s day“.
Auch Top-Moderator Sven Onken gab einen Schwank aus seinem Tagebuch zum besten, ehe Malin spontan aus dem Publikum ein 2 Jahre altes Liebesgedicht aus ihrem Smartphone vortrug.
Freddie, aus Berlin angereist, offenbarte ihr jugendliches Ich als notorische Kleptomanin, die leider nicht im heimischen Kaufhaus Oilily-Parfüm stibitzen konnte, „weil ich da im Februar Praktikum mache“.
Zum Abschluss gab sich Malte als Romantiker, der seiner Herzensdame gern entgegen kam: „Beim Fußball lass ich immer Annikas Schüsse durch.“
Im furiosen Stechen zwischen Freddie und Malte konnte erstere am Ende den Titel des „Diary Slam Champion Februar 2018“ absahnen. Glückwunsch und Dank an alle!

„Es regnet und regnet, auch in mir drin“

„Es regnet und regnet, auch in mir drin“

So viele „Newcomer“ an einem Abend gab es beim Diary Slam noch nie:
Beim 69. Slam las zunächst Julia aus ihrem Tagebuch der Neunzigerjahre, als sie sich selbst als „Hip Hop-Tussi“ titulierte und – zwecks „Fame in Hannover und Umgebung“ – von einer Karriere als Sprayerin träumte. Doch mehr als ein Peace-Zeichen in Sievershausen wollte ihr nicht gelingen.
Sonja schwärmte ein Jahrzehnt zuvor für die Filmhelden von „Karate Kid“ und „Top Gun“, vor allem von Tom Cruise: „Ich will ja nichts von ihm, aber wenn ich ihn im Handumdrehen kriegen könnte, dann ja!“
Bettina bewies, dass auch Traumtagebücher ein unterhaltsames Genre darstellen. Ihre sorgsam protokollierten Jugendträume: „Ich bin schwanger. Das Baby lebt in einer Fanta-Flasche“, oder: „Die Welt ist überflutet, weil der Stutzen meiner Wärmflasche sich gelöst hat.“
Sylwia hingegen begann ihre Tagebucheinträge fast täglich mit „Hi! Wie geht’s mir?“, um dann melancholisch Antwort zu finden: „Es regnet und regnet und regnet, auch in mir drin.“
Und Lena verguckte sich als Backfisch in einen süßen englischen Austauschschüler: „Als ich ihn sah, dachte ich, es sei mein Dad.“ Ihre Freizeit vertrieb sie sich damit, Strichcodes von Verpackungen auszuschneiden und hundertfach in ihr Tagebuch zu kleben. Im fulminanten Stechen zwischen Lena und Julia wurde letztere am Ende zum „Slam Champion Januar“ gekürt. Dank an alle, auch an unseren fantastischen Moderator Sven Onken!

 

Unser „Nils“ hat einen österreichischen Bruder!

Unser „Nils“ hat einen österreichischen Bruder!

Wir freuen uns sehr, dass unser „Nils“ nun einen österreichischen Bruder hat. 🙂

Diana Köhle, die seit mehr als vier Jahren in Österreich das Veranstaltungsformat „Liebes Tagebuch“ ins Leben gerufen hat, hat die besten Tagebucheinträge in dem Sammelband: „Wir haben nämlich beide eine Zahnspange, aber er nur oben: Das Beste aus 4 Jahren Tagebuch Slam“ versammelt. Es finden sich Zitate aus zwei Jahrhunderten  (1916-2014) wieder.

 

„Ich liebe dich auch heute am Dienstag“

„Ich liebe dich auch heute am Dienstag“

Wahnsinn! Vier Jahrzehnte Tagebuchaufzeichungen bescherte uns der 67. Diary Slam: Von 1970 bis in die 2000er Jahre lauschten wir fünf Leserinnen, davon vier Neulingen auf der Diary Slam-Bühne. Und wir können so viel verraten: Das Wort „GEIL“ scheint ein Kontinuum zu sein.

Den Auftakt machte Johanna mit ihrem Praktikumsbericht aus Paris, bei dem sie einen Rumänen kennen lernte, der Bücher an der Seine verkaufte und dessen Lieblingsdroge LSD war.

Yvonne las aus ihren Tagebüchern aus dem Jahr 2008, für das sie sich vorgenommen hatte: „Endlich selbstsicher werden.“ Doch während es mit ihrer Knirschschiene gut lief, konnte sie sich zwischen zwei Jungs einfach nicht entscheiden.

Sylwia las aus ihren Büchern zwischen 1988 und 1991. Mit 13 Jahren philosophierte sie: „Wenn ich so denke, denke ich, das nur ich klug bin.“ Sie betrauerte, dass ihr Tagebuch kein Mensch ist und sie wohl auch für immer ein trauriger Mensch bleibt.

Als viertes kam Vera auf die Bühne, die im Jahr 2006 ganz vernarrt in die „Twilight“-Bände war und dies flammend ihrem Tagebuch anvertraute. Sie wünschte sich „einen Freund, der mich auch ohne Hintertür liebt. Vielleicht ist es ja Tim!“

Nicht aus ihren Tagebüchern, sondern aus ihren Liebesbriefen (ja, das ist bei uns auch möglich!) las Feli vor. Sie entführte uns in eine Zeit, in der sie ihrem Liebsten, Uli, schonungslos ehrliche Zeilen schrieb. Nicht nur, als ein fremder Mann in einen Feldweg einbog und mit ihr ein Tête-à-Tête anfangen wollte, wohlwissend, dass beide vergeben waren.

Sylwia und Feli kamen in das Stechen und letztere konnte das Publikum mit Sätzen wie „Verzweifel‘ nicht an deiner Winzigkeit als Lebewesen“ am Ende für sich gewinnen. Ein Dank an den Grünen Jäger und unseren Moderator Sven Onken! Bis zum nächsten Mal!

 

„Die normalen Boys können sich echt ficken“

„Die normalen Boys können sich echt ficken“

Unser 66. Diary Slam bot pubertäre Perlen nonstop: Zum Warmkichern las Ella aus ihrem Jugendtagebuch über die Nöte als 12-Jährige, als sie mit ihrer Familie in die Sauna gehen sollte, dafür diverse Fluchtpläne ersann, am Ende aber doch alles nur halb so schlimm war. Ihr Fazit: „Ich kann mich jetzt ruhig vor jedem nackt zeigen.“
Josie berichtete aus der Zeit, als sie in der Schule fünf Einser hintereinander schreiben musste, damit ihre Eltern sie zu ihrem Schwarm nach Hamburg fahren ließen – ein Schwarm, dessen einziger Nachteil auf ihrer Pro-und-Contra-Liste war: „Er ist zu süß für diese Welt.“
Nadine W. hingegen zählte akribisch die Vorzüge ihres Traumtyps auf: „Er ist lieb und süß und hat ein Auto!“
Und Nadine F., aus Berlin angereist, ließ die Zuschauer an ihrer brennenden Liebe zu Mark Owen und anderen Popstars teilhaben, in ihr Tagebuch notierte sie: „Die normalen Boys können sich ficken, echt!“ Mit dieser ausufernden Take-That-Suada konnte Nadine F. den September-Slam haushoch für sich entscheiden. Glückwunsch! Und Dank an unseren wieder mal famosen Moderator Sven Onken!