News

Home / Archive by category "News" (Page 2)
„Morgen wieder Wurstfabrik“

„Morgen wieder Wurstfabrik“

Beim letzten Diary Slam im Grünen Jäger trat als erstes Nadine auf die Bühne, die uns in ihre Jugend Ende der 1990er Jahre mitnahm. Im Mittelpunkt ihrer Tagebücher: Die Suche nach einem Freund. „Bitte lieber Gott, lass mich noch einen Freund finden, bevor ich 16 Jahre alt werde.“

Ella las aus ihrem Tagebuch von 1994 über den einzigen wilden Sommer ihres Lebens, als sie einen Boyfriend hatte, aber dennoch ständig mit anderen Jungs herumfüßelte und -kuschelte und zufrieden ins Tagebuch schrieb: „Gut, dass ich M. treu geblieben bin, das war gut von mir!“

Tobi präsentierte sein Tagebuch aus dem Jahr 2001, als sein 14-jähriges Ich gerade von einem Mädchen verlassen wurde: „Muss ich jetzt wieder Listen machen?“ Doch bald bahnte sich eine neue komplizierte Liaison an: „Wir sind jetzt erst mal bis nächsten Sonntag befreundet. Danach knutschen wir rum.“

Alice war als 15-Jährige vor allem mit dem Thema Selbstfindung beschäftigt: „Ich wünsche mir viel Erfolg und Spaß mit meiner Ich-Verwirklichung.“ Grübelnd fuhr sie fort: „Ich weiß manchmal gar nicht, was ich denken soll. Manchmal frage ich dann Mama.“

Im Stechen zwischen Tobi und Alice konnte letztere den Titel des Diary Slam Champions einheimsen und sich als erstes ein neues Tagebuch aussuchen. Glückwunsch und Danke an alle, vor allem an unseren Moderator Sven!

„Alle Jungs sind verschieden, aber generell sind alle gleich.“

„Alle Jungs sind verschieden, aber generell sind alle gleich.“

Zu Beginn des fulminanten 124. Diary Slams las Annika aus ihren Jugendtagebüchern, in dem alles „groovy“ war und in dem sie schon früh zentrale Weisheiten des Lebens formulierte: „Alle Jungs sind verschieden, aber generell sind alle gleich.“
Nina berichtete dem Publikum von ihrem Jugendschwarm, dem sie noch in jeder Situation etwas Positives abgewinnen konnte: „Lindo hat angerufen. Er hat zwar das Treffen abgesagt, aber er hat angerufen!“
Auch Dorothea wünschte sich als Teenagerin nichts sehnlicher als einen Lover: „So lange schon möchte ich endlich einen Jungen küssen und es wird mir immer weniger wichtig, dass dieser Kuss perfekt ist.“
Und Catharina nahm die lachfreudigen Zuschauer*innen mit auf eine Jugendfreizeit nach Italien, hinter einen einsamen Felsen am Strand, wo der erste Zungenkuss ihres Lebens dann aber doch eher enttäuschend verlief.
Im großartigen Stechen zwischen Catharina und Dorothea konnte letztere schließlich mit ihrer jugendlichen Bucket List („sexy etwas aufheben“) den Diary-Slam-Champion-Titel holen. Glückwunsch und danke an alle!

„Kampf dem Konsumrausch“

„Kampf dem Konsumrausch“

Hach, war das wieder ein schöner Abend im Goldbekhaus. Vier Vorleserinnen gaben Einblick in ihre wilden Jugendzeiten.
Als mutige erste Kandidatin kam Carina auf die Bühne, die uns in die 2000er Jahre mitnahm. Nummer eins Thema in ihren Tagebüchern waren Jungs. Zum Beispiel bei der Schuldisco, die „so cool war, aber auch nicht.“ Weil André nicht mir ihr tanzen, und Mani nicht mit ihr gehen wollte.
Danach kam Nadine ans Mikrofon, die im Jahr 1998 immer „durch die Stadt latschte“ in der Hoffnung, dass ihr Schwarm im Auto an ihr vorbei fuhr.
Auch Marie „träumte in jeder freien Minute von einem Jungen.“ Vor allem von einem Typen an ihrer Schule: „der ist 13 Jahre und sieht aus wie 16. Jahre!“
Alice hingegen beschäftigte sich in ihren Tagebüchern mit tiefsinnigen Gedanken: „Ab heute sehe ich den Sinn meines Daseins, darin, die Welt zu verändern. Und ich will jetzt schon anfangen.“
In einem spannenden Stechen zwischen Carina und Alice, in dem beide noch mal einen kleinen Tagebuchtext vorlesen durften, konnte Alice sich als erste ein neues Tagebuch sichern.
Danke nochmal an alle mutigen Leserinnen, dem tollen Publikum, dem Goldbekhaus und unserem Moderator Sven für den fantastischen Abend!

„Züngeln ist auch nicht so schwer wie ich dachte“

„Züngeln ist auch nicht so schwer wie ich dachte“

Beim Best-of-Diary Slam 2024, moderiert von Sven Onken, las Nadine zu Beginn aus ihrem Tagebuch vor, in dem ihr 16-jähriges Ich verzweifelt einen festen Freund haben wollte, aber dabei nicht allzu offensiv vorging: „Ich suche ja nicht, ich warte ja nur.“
Anja nahm die zahlreichen Zuschauer*innen mit in ihr französisches Internatsleben in den Achtzigerjahren, in dem sie mit ihren Freundinnen in nächtlichen Séancen die Geister ausfragte und tagsüber ausschließlich die „good guys“ süß fand.
Kay, extra aus Berlin angereist, hatte als 12-Jähriger schon große Pläne: „Ich träume davon, schnell älter zu werden und gute Feten zu machen“, was ihm kurz darauf auch gelang, wobei sein Vater – angesichts all der ungebetenen Gäste – schon mal „klein Terror“ machte.
Yvonne wiederum zerstritt sich mit ihrem Vater, als dieser herausfand, „dass ich mir Sex-Sites im Internet reingezogen habe“.
Und Jasmin liebte es, im Herbst 1989 mit ihrer Mutter in die Hamburger Innenstadt zu fahren, „DDR-Leute besichtigen“.
Im großartigen Stechen zwischen Anja und Jasmin gewann letztere am Ende den Titel.
Glückwunsch und Dank an alle!

Foto: © Julia Schwendner

28.11.2024: Best of Diary Slam im Centralkomitee

28.11.2024: Best of Diary Slam im Centralkomitee

Das Jahr 2024 ist fast schon wieder rum, aber ein Highlight gibt es noch in diesem Jahr: unseren Best of Diary Slam!

Am 28. November 2024 um 20 Uhr lesen unerschrockene Erwachsene aus ihen Jugendtagebüchern im Centralkomitee, St. Georg vor. Mit dabei Kay, Jasmin, Yvonne, Anja H. und Nadine.
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Eintritt: VVK 17,80 Euro, Tickets gibt es hier

Alles läuft cool, 100 Prozent Leben, wie in der Werbung!

Alles läuft cool, 100 Prozent Leben, wie in der Werbung!

Beim 122. Diary Slam las zu Beginn Ella aus ihrem Tagebuch als 13-Jährige, als sie im Freibad ambivalente Gefühle gegenüber ihrem ersten Boyfriend empfand: „Ich konnte ihn kaum angucken, weil er dumm und süß zugleich in Badehose aussah.“
Marie nahm das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Nullerjahre, als sie mit 12 Jahren „Verarschungsbriefe“ an Jungs schrieb und nach einer Beerdigung mit den Eltern über den Friedhof spazierte: „Mein Vater kannte jeden zweiten Toten.“
Annika gab sich als Jugendliche schon sehr lebensweise: „Ich glaube, die Teenie-Zeit ist eine Phase im Leben, in der man versteht“, und war vor Euphorie kaum zu stoppen: „Alles läuft cool, 100 Prozent Leben, wie in der Werbung!“
Louise las aus ihrem Freundschaftsbuch, in dem sie und ihre beste Freundin wilde Übernachtungspläne mit „zusammen Kassetten belabern“ schmiedeten und dauernd „Verpiss dich“ von Tic Tac Toe hörte.
Am Ende gewann Annika im großartigen Stechen gegen Ella haushoch und damit den Slam-Champion-Titel des Abends. Danke an alle, an Moderator Sven und das wunderbare, lachlustige Publikum!

Ab sofort: Vorverkauf für Diary Slam im Grünen Jäger

Ab sofort: Vorverkauf für Diary Slam im Grünen Jäger

Liebe Diary Slam-Fans,

nach über zwölf Jahren nur Abendkasse und oft langen Warteschlangen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden: Ab sofort gibt es für unsere Slams im Grünen Jäger einen Vorverkauf!

Tickets an der Abendkasse wird es nur noch geben, wenn im Vorverkauf nicht alle Tickets verkauft wurden.
Wir freuen uns auf zahlreiche weitere Shows mit euch als unseren Gästen!

Unser nächster Slam im Grünen Jäger ist der 23.10.24 und Karten gibt es ab sofort hier.

Euer Diary Slam-Team

„Diesen Tag mußt du Dir merken solange wie wir leben“

„Diesen Tag mußt du Dir merken solange wie wir leben“

Es ist immer wieder ein Fest aus euren alten Tagebüchern zu hören. Auch unser Diary Slam zur Langen Nacht der Literatur war wieder so ein wunderbarer Abend, der uns zum Lachen gebracht hat, zum in Erinnerungen schwelgen und vielleicht sogar im Nachhinein in den eigenen Tagebuchnotizen zu stöbern.
Die reine Frauenrunde im Goldbekhaus wurde von Charlotte eröffnet. „Alle aus der Klasse haben jetzt einen BH“ schrieb die damals 14jährige in ihr Tagebuch und nahm uns mit zu ihrem ersten spannendem BH Kauf in den späten 2000er Jahren.
Sigrid katapultierte uns mit ihren Tagebucheinträgen in die 1970er Jahre. „Ich glaube, ich fühle mich noch zu jung für einen richtigen Freund“ schrieb die damals 14jährige nach ihrem Liebesaus mit dem noch viel zu „kindischen“ Dieter.
Luises Tagebucheinträge aus den 1990er Jahren handelten von Jungs und der romantischen Episode, bei der sie Füllerkappen mit ihrem Schwarm in der Schule austauschte.
In Larissas Tagebucheinträge aus den 1980er Jahren kamen die Erwachsenen nicht gut weg, denn sie wollte niemals so werden wie die, sonst müsse sie „kotzen“.
In einem spannenden Stechen zwischen Luise und Larissa gewann Letztere hauchdünn den Diary Slam zur Langen Nacht der Literatur. Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen für ihren Mut ihre alten Geschichten mit uns zu teilen. Ein Ritt durch vier Jahrzehnte Tagebuchaufzeichnungen! Und danke auch an unseren Moderator Sven für diesen tollen Abend.

Diary Slam zur 11. Langen Nacht der Literatur

Diary Slam zur 11. Langen Nacht der Literatur

Wer erinnert sich nicht mit Schrecken, Scham, aber auch mit Wehmut an die langen, aufreibenden Jahre der Pubertät? Manchmal wurde all der Frust in fliederfarbener Tinte im Tagebuch festgehalten. In der Kladde wurde die Sau rausgelassen, der ganzen Weltschmerzniedergeschrieben und alle Triumphe und Träume festgehalten. Im Tagebuch konnte getrost der erste Kuss etwas länger gemacht werden, die Abfuhr etwas milder, die Biermenge etwas

größer. Weil es eh niemand lesen würde. Weil es nie, niemals irgendwer lesen sollte. Doch all diesen Jugenddramen bietet der Diary Slam eine Bühne. Denn beim Diary Slam lesen erwachsene Menschen öffentlich aus ihren jugendlichen Tagebüchern vor undversetzen das Publikum zurück in die Vergangenheit.

Vier wunderbare Vorleser*innen geben bei der 11. Langen Nacht der Literatur im Goldbekhaus einen Einblick in ihre Tagebücher.

Moderiert wird der Abend von Sven Onken

Einlass: 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Tickets nur im VVK hier.

Freie Platzwahl!