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Mehrgenerationenhaus Gehrden sucht Vorleser*innen für ersten Diary Slam

Mehrgenerationenhaus Gehrden sucht Vorleser*innen für ersten Diary Slam

Elisabeth Steffens vom Mehrgenationenhaus Gehrden war bei ihrem Besuch beim Diary Slam so begeistert, dass sie nun einen Diary Slam in der Nähe von Hannover initieren möchte. Sie sucht dafür nach Vorleser*innen. Interessierte melden sich gerne bis zum 15.08.2024 über diese E-Mailadresse: info(at)mgt-gehrden.de

Lachtränen und Nostalgie: Mein Besuch beim
120. Diary Slam in Hamburg
Diary Slam bald auch in Gehrden?

Ein Poetry Slam ist vielen sicherlich ein Begriff, doch was ist ein Diary Slam?

Vor Corona war ich auf die Ankündigung eines solchen Diary Slam in der Stadtteilbibliothek in Döhren aufmerksam geworden und neugierig, was sich dahinter verbirgt. Es sollte bis zum 03.07.2024 dauern, dass diese Neugierde mit einem Besuch in Hamburg auf die lustigste Weise befriedigt wurde. Dort fand die 120. Auflage eines Diary Slams statt und ich war mit meiner Tochter mit weiteren geschätzten 160 Besucher*innen dabei.

Es wird aus Tagebüchern vorgelesen, aus einer Zeit, die längst vergangen ist. 6 Vorleser*innen waren an diesem Abend auf der Bühne. Der Moderator Sven erläuterte das Verfahren. Dann ging es auch schon los. Es wurde aus der Zeit zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr und zwischen 1983 und 2011 vorlesen. Eine Vorleserin brachte Gedichte aus der Zeit zum Vortrag. Der einzige Mann, Alex, unter den Vorleser*innen hatte auch Texte von seinem Kumpel Boris dabei, sie hatten das Tagebuch damals abwechselnd gefüllt. Die Geschichten vom Interesse für das andere Geschlecht, vom ersten Kuss, einer verschmähten und dann doch gelebten Beziehung, die trotzdem nicht ewig währte, einer Ferienfreizeit im Ausland, der Bewertung von Mädchen, wer ist denn die coolste und die Frage, warum haben alle einen Freund nur ich nicht? Es ist alles lange her und alle können auch selbst darüber lachen. Dem Publikum kam das alles sehr vertraut vor und deshalb war es so lustig. Wir erkannten uns selbst in dem, was vorgelesen wurde, auch wenn wir vielleicht kein Tagebuch geschrieben haben.

Die Bewertung der Vorträge spielte nur eine untergeordnete Rolle. Sie diente nur dazu, wer sich als erstes eines der Präsente aussuchen durfte, die für alle zur Verfügung standen.

Der Abend war so lustig, das nicht einmal die harten Bierbänke zum Problem wurden. Ich konnte mit den Organisatorinnen sprechen, die mir Unterstützung zugesagt haben für einen Diary Slam im MGT in Gehrden.

Wer ist dabei? Es gibt nur eine begrenze Anzahl an Plätzen.

Die einzige Voraussetzung ist:

Du hast dein Tagebuch oder ein Briefbuch von früher noch.

Melde dich bis zum 15.08.2024 über E-Mail info(at)mgt-gehrden.de bei mir.

„Es hat sich angefühlt, als schwämmen kleine Kaulquappen in mir drin“

„Es hat sich angefühlt, als schwämmen kleine Kaulquappen in mir drin“

Der 120. Diary Slam war ein sommerliches Highlight mit sechs Vorleser*innen, davon fünf die zum ersten Mal bei uns auf der Bühne standen! Zu Beginn las Maria-Rosa aus ihrem Tagebuch als 13-Jährige, in dem sie die Angst vor einem Geigenkonzert plagte: „Ich musste mir die ganze Zeit die Leute wegdenken.“ Alexander, der sogar sein Tagebuch durch die Reihen geben ließ, war im selbem Alter vor allem mit Coolness beschäftigt, was bei einer Augenentzündung ein Problem ist: „Ich muss eine Sonnenbrille tragen. Dann denken alle, ich will cool sein. Dabei bin ich das auch ohne Sonnenbrille!“ Frieda berichtete von Sommerferien in Italien per „ruf Jugendreisen“ mit grabschenden Jungs und dem ersten prickelnden Date nachts am Strand. Auch Jil las eine Passage vor, in der sie mit 14 Jahren das erste Mal verliebt war: „Es hat sich angefühlt, als schwämmen kleine Kaulquappen in mir drin.“ Fungi las melancholische Liebesgedichte, die auch voller Selbstkritik waren: „Könnt ihr mir noch mal verzeihn? / Ich werde alles geben, euch eine bessere Tochter zu sein.“ Louise präsentierte ständig wechselnde Anrede-Formeln an ihr Tagebuch, von „Hey Tagi“ über „Hallo Tage“ bis „Hi Tagchen“ und erzählte von einem romantischen Ereignis, bei dem sie Füllerkappen mit ihrem Schwarm ausgetauscht hatte. Im Stechen zwischen Alexander und Louise gewann letztere den Titel des Slam Champions Juli 2024. Glückwunsch und danke an alle, auch an Spitzenmoderator Sven!

Herzlichen Dank an Sigel

Herzlichen Dank an Sigel

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Firma Sigel für das Sponsoring der Tagebuch-Gewinne für unsere Diary Slams.

Die hochwertigen FSC-zertifizierten Notizbücher Jolie sind ein echter Hingucker!

Unsere Vorleser*innen beim Diary Slam werden sehr viel Freude beim Eintragen neuer Erinnerung haben, da sind wir uns sicher.

 

 

 

„Ich dachte, ich liege in Reis. Aber es war meine Kotze“

„Ich dachte, ich liege in Reis. Aber es war meine Kotze“

Welch schöner Abend im seit Wochen ausverkauften Goldbekhaus.

Vier Vorleserinnen nahmen uns mit in ihre Jugend – Dramen rund um Jungs und Urlaubserlebnisse inklusive.

Den Anfang machte Josie, die von ihrer Fernbeziehung Hamburg – Berlin als 15jährige berichtete  und die zarten Annäherungsversuche an ihren Schwarm beschrieb: „So lang habe ich noch nie einen Jungen umarmt“

Danach kam Nadine auf die Bühne, die in ihrer Jugend jedes Jahr das gleiche in ihr Tagebuch schrieb: „Jetzt ist das Jahr fast rum und alles was ich wollte, hat sich nicht erfüllt: Einen Freund!!

Fungi erzählte von ihrem Urlaub mit ihrer Familie als Neunjährige: nach Island, voller Regen, „aber es waren immer mal wieder 5 Minuten Sonne“.

Das nicht nur Tagebuchtexte auf der Bühne performt werden können, bewies Josie 2, die extra aus Thüringen angereist war, um bei einem Diary Slam dabei zu sein. Josie packte ihre Gitarre aus und sang einen selbstkomponierten Song ihrer „Band ohne Jungs“.

Ins Stechen wurden Josie 1 und Josie 2 gewählt. Und in einem spannenden Kopf an Kopfrennen konnte sich letztendlich Josie 2 hauchdünn durchsetzen und den Hauptpreis, eine Original-Diddl-Maus aus den 90ern, absahnen.

Danke an alle – Vorleserinnen, unseren Moderator Sven, dem Goldbekhaus und dem fantastischen Publikum –  für den tollen Abend!

„Alle haben jetzt einen Freund – nur ich nicht“

„Alle haben jetzt einen Freund – nur ich nicht“

Auf Einladung von 20wines gab es einen wunderbaren Diary Slam Abend in Ahrensburg. Vor ausverkauftem Publikum, zwischen Weinflaschen und in unmittelbarer Nähe des Schlosses fand ein Diary Slam der besondernen Art statt. Vier Vorlesende lasen Einträge aus den 1960er bis in die 2000er Jahre vor. Ein Spaß für alle Generationen und hoffentlich nicht der letzte Abend in Ahrensburg!

Eine kleine Nachlese des Abends findet ihr in den Lübecker Nachrichten.

„Nachdenken macht depressiv“

„Nachdenken macht depressiv“

Der 116. Diary Slam im Grünen Jäger war wieder ein Hochgenuss! Zu Beginn las Lydia, die ihrem Jugendtagebuch von ihrem allerersten Kuss erzählte und zum Ergebnis kam: „Küssen ist wie Club Mate, am Anfang etwas komisch, aber dann geil!“
Sandra verlas ihre SMS-Flirts aus den Nullerjahren und offenbarte dabei raffinierte Tricks, um sich an einen Schwarm heranzumachen: „Hey, kannst du mir deine Postadresse geben? Ich möchte deiner Mutter einen Brief schreiben.“
Jasmin hingegen nahm das Publikum mit ins ereignisreiche Jahr 1989, in dem es allerlei zu erleben gab: „Ich will mit Mami in die Innenstadt, DDR-Bürger besichtigen.“

Und Caro berichtete von Unterrichtsstunden in der Tanzschule, die so aufregend waren, dass sie ihrem Tagebuch anvertraute: „Momentan macht mir mein Leben sogar größtenteils Spaß.“

Im Stechen zwischen Caro und Jasmin gewann letztere den Titel des Diary-Slam-Champions Januar 2024. Glückwunsch und dank an alle, insbesondere an Moderator Sven!

22.2.2024: DIARY SLAM HAMBURG meets 20WINES AHRENSBURG (AUSVERKAUFT)

22.2.2024: DIARY SLAM HAMBURG meets 20WINES AHRENSBURG (AUSVERKAUFT)

Diary Slam Hamburg bietet Tagebüchern eine Bühne (diesmal ohne „Slam“): In gemütlicher Atmosphäre bei einem Glas Wein zwischen Paletten und Kartons teilen mutige Vorlesende ihre geheimsten jugendlichen Tagebuchaufzeichnungen mit dem Publikum und versetzen uns in (unsere eigene?) Vergangenheit zurück

Ein Abend mit und bei 20WINES, der Weinhalle am Schloss in Ahrensburg.Tickets gibt es direkt beim Veranstalter auf der Webseite von https://www.20winesshop.de/Diary-Slam-220224

Auch Deine Tagebücher, Liebesbriefe, Gedichte oder Songtexte aus Jugendzeiten fristen ein trauriges Dasein in Deiner Schublade? Damit kann jetzt Schluss sein! Wende Dich einfach per E-Mail an Nadine Wedel, Diary Slam Hamburg, mail@diaryslam.de.

 

22.02.24, 20 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
15 € inkl. 1 Glas (0,2 l) bestem Wein (oder Wasser)

 

„Ich liebe das Leben“

„Ich liebe das Leben“

Was für ein fulminanter Jahresabschluss! Unser letzter Diary Slam in 2023. Vier wunderbare Vorlesende haben die Bühne beim ersten Best of Diary Slam nach vielen, vielen Jahren gerockt. Wir durften zum ersten Mal im Centralkomitee auftreten und es war ein durchweg grandioser Abend.

„Ich möchte 16 Jahre alt sein. Ich bin 9 Jahre alt“

„Ich möchte 16 Jahre alt sein. Ich bin 9 Jahre alt“

Der 114. Diary Slam war wieder ein Fest!
Anja, die schon viele Male auf der Diary-Slam-Bühne stand, zeigte sich bereits in ihrem Tagebuch aus den Siebzigerjahren als emanzipierte 11-Jährige, die sich nichts vorschreiben ließ: „‚Hey Anja, komm mal her!‘, rief er mir zu. ‚Soon nicht!‘, habe ich geantwortet.“
Britta – zum ersten Mal mit dabei – ließ das gut gelaunte Publikum an ihren Ängsten als 13-Jährige teilhaben: „Die Müllers haben ein bisschen mehr Geld als wir!“, und nahm die Zuschauer mit in eine klassische Achtzigerjahre-Kindheit, in der der Vater der Tochter von einer Geschäftsreise auch schon mal eine Flasche Blue Curacao mitbrachte.
Jule hingegen machte in ihrem Tagebuch die frühen Nullerjahre fühlbar, in denen nichts wichtiger war, als ein schickes Selfie auf diesem neuen Portal namens Facebook zu posten: „Und es gefällt sooo vielen Leuten!“
Susanne wusste schon mit 9 Jahren sehr genau, was sie will, und schrieb dies ihrem Liebsten: „Wenn du mich nicht liebst, schreib mir bitte einen Brief, in dem steht, warum du mich nicht liebst.“
Charlotte berichtete von ihrem allerersten BH-Kauf, der sich deshalb derart in die Länge zog, weil ein Mann an der Kasse stand und sie lieber eine volle Stunde lang auf eine Verkäuferin wartete.
Im Stechen zwischen Anja und Susanna setzte sich letztere als verdiente Diary-Slam-Championikin durch. Glückwunsch und Dank an alle, auch an Top-Moderator Sven Onken!