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Endlich wieder Diary Slam: 5. September 2020

Endlich wieder Diary Slam: 5. September 2020

Ihr Lieben,
lange war es still hier auf unserer Seite, doch heute können wir verkünden, dass der erste Diary Slam nach dem Corona-Ausbruch am 5. September 2020 im Rahmen der „Langen Nacht der Literatur“ stattfinden wird. Wir freuen uns schon sehr, euch wieder mit unseren Tagebuchgeschichten beglücken zu dürfen – natürlich unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln. 💜
Da wir nur eine sehr geringe Zahl an Gästen ins

Goldbekhaus e.V.

in Winterhude lassen können, sichert euch schnell ein Ticket im Vorverkauf für den

Diary Slam zur 7. Langen Nacht der Literatur 2020
Und für alle, die unseren Diary Slam lieber gemütlich von zuhause aus anschauen möchten: Wir machen auch einen

LIVESTREAM: Diary Slam zur 7. Langen Nacht der Literatur 2020

. Premiere!

Wir sind in großer Vorfreude!
Sven, Ella und Nadine
P.S.: Wann unsere monatlichen Slams im umgebauten

Grüner Jäger

wieder starten werden, lassen wir euch in Kürze wissen.

„Kein Kerl wollte was von mir (außer meine Hausaufgaben)“

„Kein Kerl wollte was von mir (außer meine Hausaufgaben)“

Der 92. Diary Slam zeigte, dass er auch im Exil – „Bar 227“ – bestens funktioniert – wo sonst singen 100 ausgewachsene Menschen gemeinsam „Barbie Girl“ aus dem Jahr 1997?
Souverän moderiert von MC Sven Onken, las zu Beginn Clara von ihrem Jugendschwarm: optisch ein „wandelnder Wow-Effekt“, der aber leider auf der „kulturellen Ebene nicht so top“ sei, sprich, weniger gebildet als sie: „Immer wieder tun sich diese Klassenschluchten auf.“
Yvonne nahm die zahlreichen Zuschauer mit in ihrer niedersächsischen Studentenjahre, in denen sie mit 21,5 Jahren endlich Immanuel Kant verstand, aber vom Sinn des Lebens und der Liebe sonst nicht viel.
Lisa schließlich präsentierte ihr jugendliches, schnodderiges Ich im zarten Alter von 13 Jahren und damit ihre damaligen revolutionären Ideen: „Man müsste einen Führerschein fürs Ficken einführen“, auch aus gesellschaftlichen Gründen, um die vielen Teenie-Schwangerschaften einzudämmen.
Im Stechen zwischen allen dreien gewann schließlich Lisa, und darf sich seither als „Diary Slam Champion Februar 2020“ benennen. Glückwunsch und besten Dank an alle!

Auch der nächste Slam am 25. März findet um 20 Uhr in der „Bar 227“ statt, da der „Grüne Jäger“ renoviert wird.

„Fucking befickt scheiße“

„Fucking befickt scheiße“

Beim 89. Diary Slam las zum Auftakt Lena aus ihrem „Freundebuch“ aus Jugendtagen vor, wer ihre 5 besten Freunde sind, und nannte 5x sich selbst.Yvonne berichtete von dem Erlebnis, zum ersten Mal die Periode zu
bekommen: „Als ich in meine Unterhose sah, traf mich fast der Schlag.“
Sonja trauerte als Heranwachsende um den Tod ihres Wellensittichs, der allerlei Fragen aufwarf: „Womit habe ich das verdient? Liegt es vielleicht an mir?“
Weil sie von ihrem Schwarm lediglich den Straßennamen wusste, malte Barbara 50 Plakate und hängte sie ebendort an Laternenpfähle:“Christian, ich möchte dich wiedersehen!“
Und Lili nahm die ZuhörerInnen mit zu einer missglückten Gläserrück-Session mit ihren Freundinnen und einem störrischen Geist: „Wir fragten: Willst du uns verarschen? Er so: Ja.“
Im Stechen zwischen Yvonne und Barbara konnte sich letztere mit ihrer anrührenden Schwarmsuche durchsetzen, die zwar vergeblich endete – aber immerhin 20 Jahre später den Titel des „Diary Slam Champion Oktober
2019“ einbrachte. Glückwunsch und Dank an alle!

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

Ein emotionaler Abend liegt hinter uns, an dem uns fünf Leser*innen mit ihren Einträgen begeistert haben.

Den Anfang machte Diary Slam-Urgestein Nadine, die mit ihren Einträgen aus den Jahren 1999 vom „geilsten Mann Baden-Württembergs“ schwärmte.

Danach las Josie von ihrer zwei Monate alten und gescheiterten Beziehung, die sie für verschenkte Zeit hielt. Doch zum Glück standen schon die nächsten Jungs in den Startlöchern für eine neue Beziehung.

„Heute war ein Scheißtag“, lautete der erste Satz auf der Bühne aus Matthias´ Tagebuch, denn u.a. hatte der Bankautomat seine Karte eingezogen. Neben seinen Einträgen rund um den Weggang aus seiner schwäbischen Heimat präsentierte er auch Frühwerke seiner Lyrik.

Die Texte, die Sabine Mitte der 2000er Jahre verfasst hatte, richteten sich an ihren verstorbenen Freund. Sie erzählte ihm von ihrem Tagesablauf, vor allem vom polternden Kater, der über ihr neu eingezogen war, und sie erinnerte sich an gemeinsam Erlebtes.

Iva schrieb 2006 in ihrem Tagebuch, wie froh sie doch war, dass nicht nur sie, sondern auch ihr „absoluter Traumboy“ ein Handy hatte. Aber noch besser war, dass beide auch Nummern getauscht hatten.

Im Stechen zwischen Josie und Sabine berührte letztere das Publikum so sehr, dass der Titel des Diary Slam Champions in diesem Monat an Sabine ging. Hut  ab für so viel Mut und Gratulation! Ein großes Dankeschön auch an unseren charmanten Moderator Sven Onken, den „Grünen Jäger“ und euch Zuhörer!