Tagebuch lesen

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„Fucking befickt scheiße“

„Fucking befickt scheiße“

Beim 89. Diary Slam las zum Auftakt Lena aus ihrem „Freundebuch“ aus Jugendtagen vor, wer ihre 5 besten Freunde sind, und nannte 5x sich selbst.Yvonne berichtete von dem Erlebnis, zum ersten Mal die Periode zu
bekommen: „Als ich in meine Unterhose sah, traf mich fast der Schlag.“
Sonja trauerte als Heranwachsende um den Tod ihres Wellensittichs, der allerlei Fragen aufwarf: „Womit habe ich das verdient? Liegt es vielleicht an mir?“
Weil sie von ihrem Schwarm lediglich den Straßennamen wusste, malte Barbara 50 Plakate und hängte sie ebendort an Laternenpfähle:“Christian, ich möchte dich wiedersehen!“
Und Lili nahm die ZuhörerInnen mit zu einer missglückten Gläserrück-Session mit ihren Freundinnen und einem störrischen Geist: „Wir fragten: Willst du uns verarschen? Er so: Ja.“
Im Stechen zwischen Yvonne und Barbara konnte sich letztere mit ihrer anrührenden Schwarmsuche durchsetzen, die zwar vergeblich endete – aber immerhin 20 Jahre später den Titel des „Diary Slam Champion Oktober
2019“ einbrachte. Glückwunsch und Dank an alle!

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

Ein emotionaler Abend liegt hinter uns, an dem uns fünf Leser*innen mit ihren Einträgen begeistert haben.

Den Anfang machte Diary Slam-Urgestein Nadine, die mit ihren Einträgen aus den Jahren 1999 vom „geilsten Mann Baden-Württembergs“ schwärmte.

Danach las Josie von ihrer zwei Monate alten und gescheiterten Beziehung, die sie für verschenkte Zeit hielt. Doch zum Glück standen schon die nächsten Jungs in den Startlöchern für eine neue Beziehung.

„Heute war ein Scheißtag“, lautete der erste Satz auf der Bühne aus Matthias´ Tagebuch, denn u.a. hatte der Bankautomat seine Karte eingezogen. Neben seinen Einträgen rund um den Weggang aus seiner schwäbischen Heimat präsentierte er auch Frühwerke seiner Lyrik.

Die Texte, die Sabine Mitte der 2000er Jahre verfasst hatte, richteten sich an ihren verstorbenen Freund. Sie erzählte ihm von ihrem Tagesablauf, vor allem vom polternden Kater, der über ihr neu eingezogen war, und sie erinnerte sich an gemeinsam Erlebtes.

Iva schrieb 2006 in ihrem Tagebuch, wie froh sie doch war, dass nicht nur sie, sondern auch ihr „absoluter Traumboy“ ein Handy hatte. Aber noch besser war, dass beide auch Nummern getauscht hatten.

Im Stechen zwischen Josie und Sabine berührte letztere das Publikum so sehr, dass der Titel des Diary Slam Champions in diesem Monat an Sabine ging. Hut  ab für so viel Mut und Gratulation! Ein großes Dankeschön auch an unseren charmanten Moderator Sven Onken, den „Grünen Jäger“ und euch Zuhörer!