Tagebuchlesung

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Diary Slam DIGITAL am 24.04.2021

Diary Slam DIGITAL am 24.04.2021

Liebes Tagebuch! Heute ist schon wieder nix passiert. Hocke stumpf in meinem Zimmer …„, so lautet wohl manch jugendlicher Tagebucheintrag in ereignisarmen Pandemie-Zeiten.

Damals„, also in den Achtziger-, Neunziger- und Nullerjahren, waren die juvenilen Nöte hingegen eher geselliger Art. Da wurde geflucht auf die nervige Schule, den ekligen Zungenkuss auf der Stehblues-Party oder den ersten Kater.

Daraus lesen wir euch vor: Am 24. April 2021 um 20 Uhr via Youtube-Livestream. Tickets für 7,- Euro kannst du hier erwerben.

Wie immer eloquent moderiert von Sven Onken, sind vier unserer Tagebuch-Slammer:innen aus allen Teilen Deutschlands zu Gast bei unserem ersten rein virtuellen Slam. Sie lesen von dort, wo Tagebücher seit Urzeiten fast immer geschrieben werden: in den eigenen vier Wänden, dem ganz privaten Raum.

HINWEIS:

Mit einem Livestream-Ticket bekommst du einen Youtube-Link am Veranstaltungstag zugesendet. (ca. zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung. Bitte auch im Spamordner nachschauen).

Der Stream startet um 20.00 Uhr und dauert ca. bis 21.15 Uhr.

Solltest du den Livestream verpassen, kannst du das Video der Veranstaltung mit unserem Link noch bis zu 24 Stunden danach anschauen.

Bei Fragen: mail@diaryslam.de

Tickets: https://www.eventim-light.com/de/a/5cc6ea4e9a7e0600017a4437/e/606b7be73a90dc727fb128c8/

„Ich liebe dich wirklich, nicht nur wegen dem Alkohol“

„Ich liebe dich wirklich, nicht nur wegen dem Alkohol“

Überaus mutige neue Leserinnen beglückten uns bei unserer 90. Jubiläumsausgabe des Diary Slams im Grünen Jäger.

Den Anfang machte Julia, die von ihrer neuen Klassenkameradin und deren komischer Einstellung berichtete: „Sie möchte später mal rauchen.“

Zara unterhielt sich einst mit ihrem Schwarm, der gerade in Sizilien weilte, über Zungenküsse: „Ich habe es ihm theoretisch erklärt. Er will unbedingt mal züngeln.“

In Andreas Tagebüchern ging es fast nur um Jungs: „Ich schreib ihm am Dienstag, wenn ich voll genug bin.“

Auch in Kathys Briefbuch, welches sie mit einer Freundin führte, waren Jungs Thema Nr. 1. „Im Moment bin ich in fünf verschiedene Jungs verknallt.“

Carina, die sich an diesem Abend spontan zum Mitmachen meldete, las von ihrer emotionalen Phase vor, in der Zitate wie „Liebe ist die größte Macht der Welt, aber auch die demütigste“ in ihren Aufzeichnungen Platz fanden.

Die Jury beförderte Julia und Carina ins Finale, indem beide nochmal einen kurzen Text vorlesen durften.

Julia setzte sich letztendlich mit der Geschichte um einen sechsminütigen Kuss als Diary Slam Champion November 2019 durch. Herzlichen Glückwunsch!

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

„Da wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr“

Ein emotionaler Abend liegt hinter uns, an dem uns fünf Leser*innen mit ihren Einträgen begeistert haben.

Den Anfang machte Diary Slam-Urgestein Nadine, die mit ihren Einträgen aus den Jahren 1999 vom „geilsten Mann Baden-Württembergs“ schwärmte.

Danach las Josie von ihrer zwei Monate alten und gescheiterten Beziehung, die sie für verschenkte Zeit hielt. Doch zum Glück standen schon die nächsten Jungs in den Startlöchern für eine neue Beziehung.

„Heute war ein Scheißtag“, lautete der erste Satz auf der Bühne aus Matthias´ Tagebuch, denn u.a. hatte der Bankautomat seine Karte eingezogen. Neben seinen Einträgen rund um den Weggang aus seiner schwäbischen Heimat präsentierte er auch Frühwerke seiner Lyrik.

Die Texte, die Sabine Mitte der 2000er Jahre verfasst hatte, richteten sich an ihren verstorbenen Freund. Sie erzählte ihm von ihrem Tagesablauf, vor allem vom polternden Kater, der über ihr neu eingezogen war, und sie erinnerte sich an gemeinsam Erlebtes.

Iva schrieb 2006 in ihrem Tagebuch, wie froh sie doch war, dass nicht nur sie, sondern auch ihr „absoluter Traumboy“ ein Handy hatte. Aber noch besser war, dass beide auch Nummern getauscht hatten.

Im Stechen zwischen Josie und Sabine berührte letztere das Publikum so sehr, dass der Titel des Diary Slam Champions in diesem Monat an Sabine ging. Hut  ab für so viel Mut und Gratulation! Ein großes Dankeschön auch an unseren charmanten Moderator Sven Onken, den „Grünen Jäger“ und euch Zuhörer!

„Jungs melden sich meistens sowieso nicht bei Girls“

„Jungs melden sich meistens sowieso nicht bei Girls“

Der 86. Diary Slam rührte vielfach zu Tränen, ob aus Freude, Rührung oder Scham, war irgendwann nicht mehr auszumachen. Zu Beginn las Nadine über eine unerwiderte Liebe („Ich glaub, er will mich nur ficken. Schade, doch ich bleib an der Sache dran“). Selbst die teuer erkauften
Rastazöpfe (480 D-Mark!) konnten daran nichts ändern.
Yvonne wusste schon mit 12 Jahren: „Das Leben ist voll hart“, darunter der Urlaub mit der ganzen Familie.
Feli traute sich was und las ausnahmsweise aus ihrem Tagebuch, in das sie erst vor einem Jahr an ihre Jugendliebe anlässlich eines nahendes Klassentreffens geschrieben hatte, sie wolle nicht über ehemalige langweilige Lehrer reden, sie wolle lieber Zärtlichkeit und Sex. Und auch Ella schrieb schwärmerisch in den frühen Neunzigerjahren über
ihren Freund und seine schönen Beine und rätselte dabei: „Was wohl zwischen den Beinen ist?“

Im Stechen zwischen Nadine und Ella ging letztere am Ende haushoch als „Diary Slam Champion“ hervor. Glückwunsch und Dank an alle, insbesondere auch an Moderator Sven Onken!

Diary Slam zu Gast beim Elbdeich e.V.

Diary Slam zu Gast beim Elbdeich e.V.

Im Rahmen der Suedlese war der Diary Slam am 13. April 2019 zu Gast beim Elbdeich e.V. Im Süden von Hamburg nahmen die LeserInnen das Publikum mit in ihre Vergangenheit, bei der es – wie sollte es auch anderst sein – meist um die Liebe zu einem Jungen ging. Aber auch schnöde Alltagsbeschreibungen begeisterten die Zuschauer.

Vielen Dank an Elbdeich e.V. für den wunderbaren Abend bei euch!

Bühne frei für unseren 80. Diary Slam(!) am 27. Februar 2019

Bühne frei für unseren 80. Diary Slam(!) am 27. Februar 2019

Eure Tagebücher, Liebesbriefe, Songtexte oder Freundschaftsbücher fristen ein trauriges Dasein in euren Schubladen? Damit kann Schluß sein, denn wir bieten den pubertären Zeilen eine Bühne. 📝📖📚
Bei unserem Diary Slam lesen wildfremde Menschen dem Publikum ihre längst vergangenen Erlebnisse aus Jugendzeiten vor.
Kommt vorbei um in der Vergangenheit zu schwelgen! ❤ Nächster Termin: 27. Februar 2019

Eintritt: 5,- € (nur Abendkasse)
Einlass ab 19.30 Uhr – frühes Kommen für Sitzplätze ist empfohlen. Los geht´s um 20.30 Uhr.
Grüner Jäger, Neuer Pferdemarkt 36, 20357 Hamburg

———
Meldet euch bei Interesse am Vorlesen unter mail@diaryslam.de
Dort beantworten wir eure Fragen!

„Das Leben ist schön, lasst uns feiern!“

„Das Leben ist schön, lasst uns feiern!“

Der erste Diary Slam im neuen Jahr bot vier unterschiedliche Einblicke in die Jugend unserer Leser. Den Anfang machte Sarah, die von ihrem sechswöchigen Sprachaufenthalt auf Malta vorlas und auch noch oft an zuhause dachte: „Mit Christian ist es immer noch schwierig. Er kann mir die Ohrfeige nicht verzeihen.“

Danach kam Carmen auf die Bühne, deren Tagebücher vor allem durch eines geprägt waren: Ihrer Schwärmerei zu Juri. Aber auch über ihren Schulwechsel machte sie sich Gedanken: „Ich gehe auf jeden Fall aufs Gymi, außer wenn ich eine Hauptschulempfehlung bekomme.“

Sonja erzählte in ihren Tagebucheinträgen der 80er Jahre über ihre Vater-Tochter-Beziehung und beschrieb, wie sie Inventur im Kinderzimmer machte und das Playmobilspielzeug katalogisierte.

Trotz des ernsten Themas über seine Chemotherapie lieferte Mathias viele Lacher, in dem er aus seinen Erinnerungen an die ehemalige DDR erzählte. Sein Schuleintrag „Mathias war heute sehr lebhaft, andere Kinder sind zu Schaden gekommen“ katapultierte ihn unter anderem ins Stechen mit Sarah. Letztere gewann das furiose Finale und durfte sich bei Moderator Sven Onken zuerst ein brandneues Tagebuch aussuchen. Herzlichen Dank an alle vier wunderbaren Vorleser!

„Zu süss für diese Welt“

„Zu süss für diese Welt“

Der 75. Diary Slam, souverän moderiert von Sven Onken, war ein kleines Jubiläum und ein großer Abend zugleich: Zum Auftakt las Ella aus ihrem Tagebuch, in dem sie sich als 11-Jährige vor allem für gutes Aussehen interessierte – insbesondere ihr eigenes: „Ich glaube, ich sehe verdammt gut aus“ jubilierte sie und pries ihren „modernen langen Hals“.

Sonja hingegen ärgerte sich in ihren Tagebuchergüssen über unnötige Geschlechtertrennung in den 80er Jahren: „Beim Klassentreffen standen die Jungs rechts, die Mädchen links. Und wenn ich mal zu den Jungs rüberging, galt ich gleich als Nutte.“

Josie durfte als 15-jähriger Berliner Backfisch ihren Hamburger Schwarm nur besuchen, wenn sie nach dem Willen ihres Vaters „fünf Einsen hintereinander schrieb“. Das gelang ihr, dennoch geißelte sie sich selbst als „faules Stück Dreck“.

Raphael zeigte, was es bedeutet, in der tiefsten österreichischen Provinz aufzuwachsen: „Mutter zwingt mich zur Kirchenchorprobe. Scheiß-Abhängigkeit!“ Außerdem gab er tiefe Einblicke in die Sorgen eines heranwachsenden Mannes: „Verdammt, mir ist mein Rasierpinsel ins Klo gefallen!“

In einem spannenden Stechen zwischen Josie und Ella konnte schließlich letztere mit einem schweißnassen, barbusigen Sauna-Tagebucheintrag den Slam-Champion-Titel ergattern. Glückwunsch und dank an alle!

Achtung: Im September muss der Diary Slam leider ausfallen.

„Ich möchte Petting. Scherz! Ich bin erst 12″

„Ich möchte Petting. Scherz! Ich bin erst 12″

Trotz des Ausscheidens der deutschen Fußall-Nationalmannschaft war die Stimmung beim 74. Diary Slam blendend. Mit fünf LeserInnen wurde der Abend eine Hommage an gleich vier Jahrzehnte, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Den Anfang machte Kkoki, die in ihren Tagebüchern aus den frühen Zehnerjahren immer wieder Listen anlegte und sich einen Freund wünschte, der „hetero, spaßig, witzig, musikalisch, modebewusst und christlich“ ist.

Raphael führte uns ins Jahr 1990, in dem er Philosophie in Münster studierte. In seinen tiefgründigen Texten nahm uns der selbsternannte „Lausepelz“ mit in ein Café, in dem er „wie ein fauler Gymnasiast“ Buch um Buch verschlang.

Jiyan katapultierte das Publikum zurück in die Nullererjahre, als ihr der siebenjährige Ben Liebesbriefe schrieb, in denen er bereits wie ein Teenager klang: „Ohne dich ist die Welt nur schwarz und weiß.“

Sonja nahm uns mit ins Jahr 1988, wo ihre Geschichte rund um ihren Schwarm Olaf Fortsetzung fand und sie beim Ausgehen „besoffen sein“ spielten.

Zum Schluss kam Nadine auf die Bühne, deren Herz – fast auf den Tag genau vor 20 Jahren – von ihrem großen Schwarm gebrochen wurde. Doch kurz darauf schmiedete sie bereits Rachepläne: „Ich würde mich total umstylen lassen und dann würde mich M. voll süß finden, aber ich würde ihn dann abblitzen lassen.“

Kontrastreicher konnte das Stechen nicht ausfallen: Kkoki mit ihren erfrischend jugendlichen Texten und Raphael mit seinen philosophischen Betrachtungen eroberten die Herzen der Jury. Am Ende kürte das Publikum Kkoki zum „Diary Slam-Champion Juni“.

Was für ein versöhnlicher Abend!

Der nächste Diary Slam findet nach einer Sommerpause im Grünen Jäger am 29. August 2018 statt.

„Ich mach mich fesch, mit Mamas Hilfe“

„Ich mach mich fesch, mit Mamas Hilfe“

Beim 73. Diary Slam, wie immer charmant moderiert von Sven Onken, traten gleich vier erstmalige VorleserInnen auf und verliehen dem Abend seinen besonderen, adrenalinreichen Charme.
Zu Beginn berichtete Sylwia in ihrem Jugendtagebuch von Filmen wie „9 1/2 Wochen“ und resümierte: „Ich bin immer so neidisch auf die Leute aus Filmen!“
Julie vertraute ihrem Tagebuch an: „Ich will ein Tattoo, am besten von einer Katze, oder eine echte Katze.“ Tom berichtete als 17-Jähriger nonchalant vom Diebstahl seines Fahrrads: „Der Verlust ist nicht tragisch, denn ich habe es auch geklaut“, während sich Lara in Sachen Jungs als Heranwachsende abgeklärt gab: „Nicht dass ich in ihn verliebt wäre – ich fände eine Züngelei einfach nur übelst geil!“ Carina spielte als Neunjährige am liebsten mit ihrer Freundin „Bürokauffrau“ und notierte in ihr Tagebuch: „Ich bin mit Pascal gegangen, aber nur 45 Minuten.“
Und Sonja entführte das Publikum in die Achtzigerjahre, als ihre Schwärme sich nicht zu ihr nach Hause trauten, aus Angst vor ihrer Mutter.
Im aufreibenden Stechen zwischen Julie und Lara ging letztere schließlich als „Diary Slam Champion Mai 2018“ hervor. Glückwunsch und Dank an alle!